Zum Nationalpark Richtersfeld

Chef,

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Durch immer wieder neue langgestreckte Täler fahren wir Richtung Nordoewer.
Und von da aus geht es weiter Richtung Rosh Pinah. Da es aber bereits zu spät ist, suchen wir erstmal einen Platz zum Übernachten. Direkt am Oranje finden wir ein Camp, das uns so gut gefällt, dass wir 2 Tage dort bleiben.
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Dann machen wir uns auf, weiter Richtung Rosh Pinah, wo wir für den Fall der Fälle einen neuen Reservereifen kaufen müssen. Mit nur einem Reservereifen durch das Richtersfeld, das erscheint uns doch zu riskant.

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Nach Reifenkauf und Essen im Wimpys in Rosh Pinah (das wirklich eine auffällig umtriebige Stadt ist mit sehr viel innerstädtischer Entwicklung) geht’s auf die Pad nach Sendlingsdrift zur Fähre nach Südafrika.

Die Grenzkontrollen  sind weniger schwierig als erwartet. Der Beamte gibt uns einen Umschlag für seine südsfrikanische Kollegin mit (Liebesbrief??).  Als uns seine Kollegin 440 NamDollar abnehmen will, unterbindet er das sehr deutlich und kategorisch. Mit „Good bye, have a good trip“ werden wir ebenso deutlich verabschiedet. Wir wissen eh nicht, wofür die 440 N$ hätten sein sollen. Wahrscheinlich waren das die Gebühren, die auf den ausliegenden Merkblättern angekündigt wurden.

Dann geht alles erstmal ganz fix. Der Fährmann erspäht uns und kommt rüber von der anderen Seite. Die Fähre erinnert an die in Hemeln, fährt aber mit starkem Außenbordmotor und scheint den Drive des strömenden Wassers nicht auszunutzen.
Auf der südafrikanischen Seite nimmt es der Polizeigrenzposten genauer, zumal wir zuerst in das Policeoffice gehen. Wir hätten aber zuerst bei der Immigrations-Beamtin, für die auch der Brief (?), den man uns mitgegeben hatte, bestimmt war, uns die Einreisestempel holen müssen. Doch auch das ist nach 1/2 Stunden erledigt.
Bei der Parkverwaltung kaufen wir die Wildcard, da wir ja noch in einigen Parks in SA unterwegs sein werden.

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Wir campen am Oranje, sind völlig allein auf dem Platz. Die Stellplätze verschwinden im dichten Busch, wir suchen uns einen mit Blick (fast) auf den Fluss. Der übliche Aufbau, ich suche Feuerholz zusammen, liegt ja auch genügend trockenes herum.

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Am nächsten Tag geht es richtig los in den Park. Wir kommen an einem Baum vorbei, dessen Wurzeln sich wahrscheinlich im Laufe von Jahrzehnten durch die Felsritzen gekämpft haben.  Nun ist der Fels abgesprengt und durch Hochwasser weggerollt.

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Weiter geht es, mit 4×4 und Prüfung der 3. Zähne. Klaus genießt die Herausforderungen, ich die immer wieder anderen, atemberaubenden Ausblicke in die Landschaft und Vegetation.

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Manchmal komme ich mir vor wie in einem botanischen Garten, eine unvorstellbare Vielfalt an Pflanzen, sehr viele blühend. Das hatte ich gar nicht erwartet, nicht die Berge und nicht die Pflanzen.

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Wir steigen oft aus, um zu kucken, zu staunen, zu genießen. Leider ist das angepeilte Camp nahe des Ausgangs noch gar nicht eröffnet oder schon wieder geschlossen. So verlassen wir den Park nachmittags wieder und gehen eher unwillig auf die Suche nach einer Unterkunft.
Wie so oft weiß Uschi Rat und geleitet uns zu einem Camp mit dem Namen „Tierkloof-Camping-ground“.  Es soll ein kommunales Projekt sein. Die Pads werden immer kleiner und enger, und wir fragen uns, ob Uschi wirklich weiß, wohin sie will. Ein Farmer, der uns überholt, hält uns an, wohl weil er glaubt, wir hätten uns verfahren. Er weiß immerhin von dem Camp und beschreibt uns den Weg. Als die Sonne schon im Untergehen begriffen ist, kommen wir an. Es ist deutlich sichtbar, dass hier mal ein Camp (geplant) war.

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Jetzt sind davon nur noch Reste zu sehen, wie die Klohäuschen, die echt afrikanisch auf ihre Sickergruben gebaut sind, in die sie nun hineinstürzen. Obwohl uns ein wenig unheimlich ist, bleiben wir die Nacht und leisten den Pavianen, die das Camp als Heimstatt betrachten, Gesellschaft.

 

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