Prieska

Chef,

So landen wir bei der Plüschtante am Oranje. Die Zimmer ausschweifend eingerichtet, dreierlei Farben und Muster bei der völlig überladenen Fensterdekoration. Im Garten geht’s weiter mit Accessoires, scheußlich die Käfige mit lebenden Vögeln. Das Ganze erinnert mich an eine Pension in München, in der einem die Motten auf dem Flur begegneten. Die Wirtin genehmigt sich zum Sundowner ein Riesenglas mit Wisky, das sie bis obenhin noch mit irgendwas auffüllt. Dagegen ist das Dinner richtig gut, sowohl im Service und in der Qualität des Essens. Und das Ganze mit Blick auf den Oranje mit untergehender Sonne und Angler.

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Wir brechen zügig auf, wollen noch in Prieska das Fort, das ganz aus Tigeraugen gebaut ist, aufsuchen, und auch den alten Friedhof, auf dem die Gräber mit geschliffenen Tigeraugen belegt sind. Wir finden den Fahrweg zum Fort, an dessen Beginn ein großformatiges Schild über das großartige Fort und die großartige Umgebung, die man ja nicht verschandeln soll, steht. Naja. Was wir vorfinden, ist eher eine Müllkippe um das Fort, alles ungepflegt und vergammelt. Von Park oder so keine Spur, für Freizeit und Picknick würde mir der Appetit gründlich vergehen. Klaus kennt es noch anders aus der Zeit vor 10 Jahren. Auch der Friedhof macht einen ähnlich trostlosen Eindruck, hier scheint jedoch etwas in Gang zu kommen, denn es liegen einige Häufchen zusammengekehrtes Laub herum.

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