ELEFANTENSUCHE

Chef,

Nach den höchst spektakulären Eindrücken am Mount Etjo stand eine längere Fahrstrecke an. Über Kalkfeld und ganz, ganz viel Gravelroads nach Twyfelfontain. Dort als Erstes tanken. Nachdem die Warteschlange auf 4 Autos angewachsen war, kam auch der Tankwart. Als rund 120 Liter in das Auto reingelaufen waren, wurde der Tank für voll erklärt.
Auf dem Weg zur Twyfelfontainlodge dann ein Schreck, die Tankanzeige steht weiter auf Reserve. Hatte ich nicht kürzlich erst in einem Reisebericht von Tankstellen gelesen, wo zwar die Uhr der Zapfsäule läuft, aber kein Benzin in den Tank. Sofort suche ich nach der Tankquittung, bis mir einfällt: ES GAB GAB KEINE! Die Problemlösung, die wir dann finden, ist echt afrikanisch: erst mal abwarten und auf in die Lodge.

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Salat war leider nicht im Angebot, aber dafür kaltes Bier, kalte Limo und Cola sowie Sandwiches mit Pommes. Was neben der tollen Aussicht das Wohbefinden nach der langen Rappelfahrt und dem Tankproblem deutlich steigert.DSC_0842

 

Weiterfahrt nach Aba Huab, wo sich Elefanten häufig zeigen sollen. Aber leider ist das Camp eher enttäuschend. Auf der etwas ruhigeren Strassenseite lagert eine grosse Gruppe Namibianer und Südafrikaner, die uns zur Begrüssung erklären, dass es bei ihnen abends etwas länger geht und sie auch nicht zu den ruhigen Campern gehören. Auf der anderen Strassenseite das Camp mit Plätzen für die Overlander und eine Bar. Wir entscheiden uns für die Seite mit Bar und Overlander und stellen fest, dass der einzige freie Platz, der schön und nicht von Abwassergeruch umweht ist, direkt gegenüber der Bar liegt.

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Wir haben Glück. Es kommt nur noch ein kleiner Overlander an und die Leute animieren das Camppersonal zu einer Gesangsvorstellung, statt selber Krach zu machen. So wird es denn doch noch ein netter Abend. Leider merken wir den Trick mit dem Wechselgeld zu spät. Die Campmitarbeiter haben nämlich grundsätzlich kein Wechselgeld, so dass der Preis des Bieres zwar mit 15 N$ ok ist, aber da auf zwanzig nicht rausgegeben werden „kann“, ist der reelle Preis dann doch eher 20 N$ und damit teuer.

Da sich auch in der Nacht und  am Morgen keine Elefanten zeigen, beschließen wir, weiter zu fahren, Richtung Norden Sesfontain. Da beweist das neue bei Ebay ersteigerte Reifendruck Kontrollsystem seine Berechtigung: Tüüüt, tüüüt, tüüüt, low pressure hinten rechts.

Also ein Reifenwechsel.

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Unterwegs dann erstes Mal tanken mit kaputter Tankanzeige in Palmwag. Anschließend leiste ich dem Tankwart in  Twyfelfontain Abbitte. Es passen genau die ca.20 Liter der letzten 150 km rein.

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