Neues Blogprojekt zu Afrika

Chef,

Verantwortung für Afrika so lautet der (vorläufige) Titel meines neuen Blog-Projektes.
Seit nunmehr 10 Jahren bin ich mit unseren Afrikaerfahrungen, die bisher vor allem aus Erfahrungen und Bildern bei Urlaubsaufenthalten von 15 Tagen bis 5 Wochen bestanden im Internet präsent. Ursprünglich war es die Begeisterung für einen Kontinent voller wunderbarer Landschaften, voller Gegensätze und Widersprüche die mich fasziniert haben. Nachdem wir im letzten Jahr 3 Monate im südlichen Afrika verbracht haben und dabei intensiv Namibia, Südafrika bereist haben, hat sich meine Sichtweise noch einmal geändert. Nicht zuletzt, weil ich mich auch in den Jahren zuvor schon am Beispiel der Farm Goamus in Namibia immer wieder gefragt habe warum dieses wunderbare Land und dieser Kontinent so voller Armut und Elend ist. Es gibt in den Ländern überaus viele wertvolle Ressourcen, die eigentlich zu einem auskömmlichen Leben gibt  für die Mehrheit der dort Lebenden Menschen reichen müssten. Aber Armut, Elend und Hunger ist weit verbreitet, auch in den „reicheren“ Staaten wie Namibia und Südafrika.

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Als sich nun die Notsituation in Ostafrika immer mehr zuspitzte, habe ich versucht mich schlau zumachen. Woran liegt es denn, dass in einer Welt die genug Nahrung für alle produziert, zu solchem Elend und Hunger kommt.

Was ich dabei erfahren habe hat mich erschüttert und in mich vor die Frage gestellt, ob ich weiter als Urlauber dort hin reisen kann und vor allem anderen die Augen schließe, oder ob ich nun einfach etwas tun muss. Ich habe ich für das aktiv werden entschieden. Weil ich kein reicher Mann bin, und ich nicht glaube das man mit einer kleinen Spende an irgendein Hilfsprojekt wieder besser schlafen kann habe ich mich dafür entschieden eine Informationsquelle, den Blog http://www.afrika.goamus.de/ zu erstellen.

Bei meiner Informationssuche habe ich festgestellt, das es im Netz so viele, zum Teil sehr leicht zugängliche Informationen gibt. Aber die sind sehr verteilt und oft an dem Ziel ausgerichtet, für einen bestimmten Aspekt, Projekt oder eine Organisation zu werben. Damit treten leider oft auch Zusammenhänge in den Hintergrund, die wichtig sind um zu verstehen warum dieser Kontinent der ärmste dieser Erde ist.

So entstand bei mir die Idee, Informationen zu Verfügung zu stellen, die Zusammenhänge deutlich machen und die ein realistisches Bild der Situation in Afrika jenseits der touristischen Welt zeigen. Dazu gehören auch, Zusammenhänge herauszustellen und damit Ursachen und Verantwortung jenseits von Vorurteilen und Klischees zu zuordnen.

Nach und nach soll eine Website für Menschen entstehen die Hinterfragen, Wissen und verstehen wollen. Natürlich lebt eine solche Idee davon , dass sich möglichst viele Beteiligen und ihre Erfahrungen, Eindrücke und Meinungen dazu beitragen.

Mir ist bewußt, das diese Informationen  auch Bewertungen enthalten werden, die nicht jeder teilen mag.  Ich glaube aber das Fakten, Informationen und Berichte ihre Bedeutung nur dadurch erhalten,  dass sie durch den Nutzer bewertet werden.  In Zeiten der Finanz- und Eurokrise bestehen diese Massstäbe fast nur noch aus Fragen wie  wirtschaftlichem Nutzen, Renditen, Macht  und und scheinbar objektiven Zahlen.

In einer Welt, in der wir zulassen, dass die Gier der Spekulanten den Preis der Grundnahrungsmitteln bestimmt, werden Menschenrechte zum programmatischen Alibi. Hierin liegt nach meiner Meinung die wahre Krise dieser Welt: das Leben und die Würde der Menschen wird der Gier nach immer Mehr untergeordnet.

Auf der Nordhalbkugel merken wir das noch nicht, weil eine Verteuerung der Grundnahrungsmittel keine wirklichen Hungerproduziert. Tatsächlich sind wir aber bereits unterwegs in Richtung einer weltweiten Krise. Die Schere zwischen Arm und Reich geht auch in den Industrienationen immer weiter auseinander. Auch bei uns wächst die Zahl der Menschen, die sich nicht mehr aus eigener Arbeit selbst versorgen können und auf Transferleistungen angewiesen sind.

Deshalb bitte ich dich, diesen Blog Freunden und Bekannten weiter zu empfehlen. Vielleicht hast Du ja sogar Lust daran mitzuarbeiten. Dann melde dich über einen entsprechenden Kommentar bei mir.

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