Amam 4X4 Camp

Chef,

Wir orientieren uns in Richtung Springbock, wo wir einen Zwischenstop zum Einkaufen und Tanken einlegen.

Die Stadt hat sich gegenüber 2000, als ich dort schon einmal war, wenig  geändert. Es kommt uns nach all der Einsamkeit, Ruhe und Menschenleere des Richtersfeld-Nationalpark laut, hektisch, schmutzig vor und es sind sehr viele Menschen unterwegs.

Dann geht es gut 80 km über Farmpads zu dem Amam 4×4 Camp, das uns unsere Uschi vorgeschlagen hat. Alle paar Kilometer ein Tor. Viele davon sind , besonders am Anfang, offen, aber dann immer öfter anhalten, Tor auf, durchfahren und Tor wieder schließen. So kommt auch die Beifahrerin zu sportlicher Betätigung.

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Das Camp ist zwar sehr schön gelegen mit einer weiten Aussicht über die Ebene, aus der sich einzelne Berge erheben, aber wir haben den Eindruck, etwas ungelegen zu kommen. Wie sich dann herausstellt, zurecht. Am nächsten Tag ist ein 4×4-Treffen vieler Südafrikaner geplant. Aber eine Nacht dürfen wir bleiben und freuen uns auf eine warme Dusche. Daraus wird aber leider nichts, da die Pumpe nicht geht. Die Camp-Managerin beruhigt ihr offensichtlich schlechtes Gewissen mit dem großzügigen Verteilen von Deosprays in den luftigen Toilettenhäuschen.

Da unsere Uschi nicht alle Farmpads kennt, fragen wir vorsichtshalber nach dem Weg Richtung Goodhouse, was ich gerne noch einmal besuchen wollte. Wir erhalten eine Wegbeschreibung, sogar gedruckt, und fahren los. Nach etwa 50 Kilometern kommen wir nach vielen Toren an ein besonders solides aus Stahlrohren geschweißtes Tor, auf dessen anderer Seite, wie sich herausstellt für uns unerreichbar, die Straße Richtung Goodhouse liegt.  Und dieses Tor ist mit einem sehr solide wirkenden Schloss verschlossen. Auch die Angeln, in denen das Tor hängt, sind mit zu geschweißten Bügeln gesichert. Keine Chance, da durch zukommen. Wir fahren noch ein ganzes Stück am Zaun entlang, aber nirgendwo eine Chance, auf die Straße auf der anderen Seite des Zauns, zu kommen.

Das heißt dann 50 km wieder zurück. Erneut fragen wir nach dem Weg. Ja, es gäbe da einen Farmer, der nicht will, dass über sein Land die 4×4-Leute alle fahren und der deshalb manchmal die Tore abschließt. Es gäbe aber noch einen anderen Weg. Also fahren wir erneut los und siehe da, nach weiteren Toren auf  und wieder verschließen erreichen wir nach 75 km die Straße Richtung Goodhause. Als wir dann an dem verschlossenen Tor vorbeifahren, überlegen wir kurz, ob wir nicht das Tor mit dem Schloss unseres Reserverades zusätzlich sichern sollten. (Natürlich unter Mitnahme des Schlüssels) Nach Goodhouse kommen wir dann aber doch nicht mehr, da ich mich mit der Entfernung wieder mal verschätzt habe.

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